Jazz’N’More review by Jürg Solothurnmann

cf-1142Mauger – The Beautiful Enabler (CF 114)
Note: 5
1978 mit südindischen Eltern in Trieste geboren, aufgewachsen in Colorado, ausgebildet in Boston und Chicago und jetzt aktiv in New York, das sind die bisherigen Stationen des „rising star“ Mahanthappa. Der Altsaxophonist tut sich hier mit zwei älteren, prominenten Kollegen zusammen, wie er zwei Spezialisten des Zwischenbereichs von avancierter Komposition und freier Improvisation, die sich von früheren langen Kollaborationen, z.B. mit Braxton, in- und auswendig kennen. Sechs eigene Themen werden panmodal weiterentwickelt, aber wie im siebten steht die spontane Erfindung im Vordergrund, getragen von engen Interaktionen. Dabei entwickelt Dresser, ein ausserordentlich initiativer, musikalischer Bassist, gleich viel Initiative wie seine Kollegen, wobei ihm auch sein grosses technisches Repertoire – gestrichen und gezupft – zustatten kommt. Der wundervolle Möglichmacher und „Befähiger“ ist er selbst. Der hochmusikalische Hemingway kann sich wie ein klassischer Perkussionist zurücknehmen, aber auch sehr bestimmt eingreifen. Mahanthappa wird jederzeit getragen, „singt“ oft ähnlich wie Oliver Lake, agiert mit grösserer Lockerheit als auf anderen CDs und konzentriert sich auf ganz verschiedene Aspekte von Klangfarbe, Melodik, Rhythmus und Artikulation. Die Chemie stimmt und die Ideen fliessen mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit auf hohem Niveau. Eine inspirierte Session, die Lust macht auf mehr.

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